Zwei Adventssingen in der Oper Dortmund

Der Andrang war wie immer riesig bei den beiden Adventssingen im Opernfoyer am 2. und 3. Advent. Künstlerinnen und Künstler der Oper Dortmund versuchten erfolgreich, das Publikum aus dem Vorweihnachtsstress herauszuholen und in Adventstimmung zu versetzen. Mitgesungen wurde aus voller Kehle, ob englische Weihnachtschoräle, Händels „Tochter Zion“ oder das beschwörend vorgetragene „Leise rieselt der Schnee“.
Der erste Termin stand ganz im Zeichen der englischen Musik: Aglaja Camphausen – begleitet von Barbara Kohl an der Violine – und Keiko Matsumoto und Natascha Valentin sangen Werke von Ralph Vaughan Williams und Benjamin Britten, als deutschsprachige Beiträge steuerte Tenor Fritz Steinbacher eine Bach-Arie und das Weihnachtslied „O Jesulein süß“ bei. Zu Gast war der Konzertchor Klangfarben aus Kirchhörde unter der Leitung von Johannes Knecht, der die flotte „Little Jazz Mass“ von Bob Chilcott erklingen ließ, am Flügel begleitet von Studienleiter Luca De Marchi, der bisher ungekannte Jazz-Piano-Qualitäten offenbarte.
Eine große Vielfalt des Programms bot auch das zweite Weihnachtssingen am 14. Dezember: Von französischer Romantik – Adolphe Adam und Charles Gounod, gesungen von Ashley Thouret – über deutsche Klassik (Beethovens Variationen über „Tochter Zion“ mit Tatiana Prushinskaya am Klavier und Markus Beul am Violoncello) und alpenländische Stubenmusi (Julia Amos und Georg Holzer) bis zu flotten amerikanischen Weihnachts-Standards mit Christine Pugel Groeneveld und Emily Newton sowie dem furiosen Geronti Cernysev am Piano war vieles dabei, was das Adventsherz höher schlagen lässt.
Das Publiukum spendete an beiden Sonntagen insgesamt über € 1600,-. Die LEO-Clubs Dortmund und Herdecke hatten für den Verein Kinderglück e.V. und den Kinderschutzbund Herdecke gesammelt. Wir bedanken uns herzlich bei den großzügigen Spendern! Weihnachten kann kommen – wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

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Georg Holzer

Hier sieht man ihn an des Dramaturgen Lieblingsplatz: dem Schreibtisch. Georg Holzer ist mit seiner umfassenden Bildung, seinen klugen Ideen und seinen Formulierungskünsten so etwas wie der „Think Tank“ der Oper Dortmund. Wer einmal eine seiner übrigens brillanten Einführungen gehört hat, weiß: Georg Holzer kommt aus Bayern. Studiert hat er dann aber in Berlin, Poitiers und Florenz, bis er als Dramaturgie- und Regieassistent sein erstes Theaterengagement an den traditionsreichen Münchner Kammerspielen antrat. Heute ist er Chefdramaturg der Oper Dortmund. Überdies ist er auch ein gefragter Übersetzer, nicht nur der Übertitel der Oper Dortmund, sondern auch diverser Theaterstücke und insbesondere französischer Lyrik. Den nötigen Ausgleich zu so viel Kopfarbeit findet er bei ausgedehnten Jogging-Runden durch Dortmunds Parks.

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