Lena hat uns zugewunken!

Wir sind die Klasse 3a der Lessing-Grundschule, Gneisenaustraße 60, in der Nordstadt. Zurzeit sind wir 7 Jungen und 11 Mädchen und unsere Lehrerin heißt Barbara Konetzny.
Unsere Namen sind: Suzana, Leon, Anna, Fatima, Özgür, Dawid, Hamza, Amra, Karam, Anna, Rihab, Dorentina, Beyza, Mentine, Fabian, Pavel, Malaak und Tanja.

Besonders spannend ist, dass in unserer Klasse außer Deutsch ziemlich viele Sprachen gesprochen werden, z.B. Polnisch, Arabisch, Griechisch, Türkisch, Kurdisch, Russisch, Bosnisch, Kroatisch, Rumänisch oder Französisch.

Warum sind wir Probenklasse geworden?

  • Wir haben noch nie gesehen wie es ist, wenn Profis noch üben und noch nicht alles perfekt ist wie in einer normalen Vorstellung.
  • Wir haben in der Schule das Märchen von Lena und Leander gehört und wurden neugierig, wie wohl die Orte auf der Bühne aussehen, das Bühnenbild, die Kleidung der Sänger und der tote Vogel.
  • Welche Lichteffekte gibt es?
  • Wie hören sich die hohen Opernstimmen aus der Nähe an? Sonst hören wir sie nur auf CD.

Im Opernhaus haben wir gesehen, wie das Orchester gespielt hat und wie Lena und Leander gesungen haben. Sie haben auch Alkohol getrunken. Dann sind Männer mit Waffen gekommen. Das Zimmer war groß und das ganze Haus war super. Es hat uns gewundert, dass die bei der Probe so oft unterbrechen, um etwas zu verbessern. Das war für uns nicht so toll, aber wir gehen am 16. Juni in die richtige fertige Vorstellung, da können sie dann nicht mehr abbrechen und dann sehen wir auch die Kostüme und die richtige Beleuchtung. Das wird bestimmt cool!

Wir haben am nächsten Tag in der Klasse gesammelt, was uns bei dem Probenbesuch gut gefallen hat und was nicht so gut. Hier unsere Sammlung:

Das hat uns gefallen:

  • das Bühnenbild (das schiefe Zimmer und die schön echt angemalten Felsen)
  • die Musik (das Orchester, die Melodien, die Sänger, Lenas Stimme)
  • die Balletttänzer haben lustig getanzt
  • Lena hat uns zugewunken
  • das Gespräch danach mit dem Dirigenten Philipp Armbruster
  • Frau Buderus war nett zu uns

Das hat uns nicht gefallen:

  • die Sänger hatten noch gar keine Kostüme an
  • sie haben viele Pausen gemacht
  • manchmal haben sie sehr leise und manchmal laut gesungen
  • als Lena ihren Kopf zum Trinken in den Wassereimer gesteckt hat sah das aus, als ob sie gebrochen hätte
  • die Pistolenschüsse waren sehr laut
  • die Stimme des Totengräbers war sehr sehr tief

 

Unser Interview mit dem Dirigenten

Die Schüler interviewen Philipp Armbruster.

Die Schüler interviewen Philipp Armbruster.

Es war sehr nett von Philipp Armbruster, dass er nach der anstrengenden Probe noch zu uns ins Foyer gekommen ist und ganz viele Fragen beantwortet hat. Hier sind einige Antworten auf unsere vielen Fragen:

  • Er ist mit 21 Jahren angefangen zu dirigieren und macht das jetzt schon seit 25 Jahren. Vorher hat er schon Klavier gespielt.
  • Wenn er viele und lange Proben hat kann es sein, dass ihm hinterher vom langen Stehen die Füße weh tun.
  • Während der Proben kann man nicht zur Toilette gehen oder Wasser trinken. Das geht nur in den Pausen. Bei der Probe ist immer nach 1,5 Stunden eine Pause für alle Musiker.
  • Wenn er als Dirigent mal vergisst ein Zeichen zu geben ist das nicht so schlimm, weil die Musiker die Noten mitlesen und selber mitzählen, wann sie spielen müssen. Wenn sie im Stück aber längere Pausen haben, möchten sie gerne einen Einsatz vom Dirigenten, wenn sie wieder dran sind.
  • Man darf zur Probe nicht zu spät kommen oder einen anderen wichtigen Termin haben, die Probe oder die Vorstellung sind immer das Wichtigste und stehen vorher fest.
  • Als Dirigent muss man sich auf die Musik auch zu Hause vorbereiten. Man muss die Noten lesen und verstehen und sich genau überlegen, wie sich die Musik anhören soll.
  • Am besten gefällt Herrn Armbruster die Musik von Mozart. Wenn ihm eine Musik von einem anderen Komponisten selbst nicht so gut gefällt, gibt es aber immer etwas Besondere daran, was ihn interessiert.
  • Wenn ein Dirigent mal richtig krank ist, muss das Theater einen Ersatzdirigenten finden. Bei Kopfschmerzen, Schnupfen oder anderen Beschwerden muss er trotzdem arbeiten und kann nicht einfach fehlen wie die Kinder in der Schule.
  • Es macht Philipp Armbruster viel Spaß zu dirigieren. Er sagte, dass Kinder das auch selbst mal ausprobieren könnten, wenn sie zum Familienkonzert gehen.
  • Der Stock des Dirigenten ist dazu da, dass die Musiker die Zeichen etwas besser sehen. Wenn er beim Dirigieren mal herunterfällt lachen alle, aber das kommt selten vor.
  • Wenn dem Dirigenten bei der Probe etwas nicht gefällt, z.B. dass einige Stellen nicht zusammen sind oder das Orchester zu laut für die Sänger ist, dann weiß er, woran er in der nächsten Probe noch arbeiten muss.
  • Mit einem gebrochenen Arm ist es schwierig zu dirigieren, das geht eigentlich nicht. Das geht dann auch nicht mit Stock, weil man mit der gesunden Hand auch noch die Noten umblättern muss

Es hat uns viel Spaß gemacht Probenklasse zu sein und jetzt freuen wir uns schon sehr darauf, in zwei Wochen die ganze Vorstellung mit Kostümen und Licht und ohne Unterbrechungen zu sehen. Wir sind sehr gespannt, wie alles fertig aussieht und wie die Rollen aussehen, die wir bei der Probe gar nicht gesehen haben.

Mädchen3

 

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Schülerreporter

In lockerer Folge berichten einzelne Schülerreporter oder ganze Klassen im Opernhausblog von ihren Eindrücken im Opernhaus: Probenbesuch, Künstlergespräche, Blick hinter die Kulissen oder Opernvorstellung - hier erzählen die Kinder, was sie erlebt haben.

There is 1 comment for this article
  1. Frau Frank at 22:23

    Liebe Klasse 3a,
    WOW!!! Was für tolle Sachen ihr herausgefunden und geschrieben habt !!! Besonders das Interview hat mir sehr gut gefallen! Das nächste Mal nehmt mich doch bitte mit!
    Lieben Gruß
    Frau Frank

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