Pressemitteilung // 05.04.16: „Die Stunde danach“ zu NEXT TO NORMAL

Am Sonntag, 10. April 2016, findet um 20.30 Uhr, nach der Vorstellung NEXT TO NORMAL, eine weitere Veranstaltung der Gesprächsreihe „Die Stunde danach“ statt. Dabei befragen Studierende des Studiengangs Musikjournalismus der Technischen Universität Dortmund Künstlerinnen und Künstler zur Arbeit an aktuellen Produktionen. Die „Stunde danach“ zu NEXT TO NORMAL  wird sich diesmal um das Thema drehen, wie sich das Genre des Musicals zu Beginn des 21. Jahrhundert weiterentwickelt und welche Themen in dieser Kunstgattung behandelt werden. Dabei werden sich der Musiktheaterkritiker Stefan Keim, der Psychiater Hans-Joachim Thimm sowie die Musicalsängerin Maya Hakvoort den Fragen von Jessica Trocha, Studentin an der Technischen Universität Dortmund, stellen.

Bipolare Störung als Thema für ein Musical? Was manche Zuschauerinnen und Zuschauer selbst wohl verstört, zeigt einmal mehr, dass das Genre „Musical“ genauso ernsthafte Themen adaptiert wie andere Darstellende Künste.  Als NEXT TO NORMAL  2008 am New Yorker Broadway uraufgeführt wurde, war der Erfolg sensationell. Nie zuvor wurde das sensible Thema der psychischen Erkrankungen in einem Musical so realistisch, einfühlsam und intensiv gezeigt.
Es war das erklärte Ziel der beiden Autoren Brian Yorkey und Tom Kitt, dass das Publikum nicht nur zuschauen, sondern auch mit der Familie Goodman mitfühlen und mitleiden sollte, was ihnen mit ihrem irrwitzigen Libretto, das Tom Kitt nahezu vollständig durchkomponiert hat, auch gelang. Verschiedene Musikstile sorgen dafür, dass man trotz der Ernsthaftigkeit des Stoffes immer wieder befreit lachen darf und sogar muss. Diese emotionale Kraft von Handlung und Musik begründet den immensen Erfolg des Musicals.
Jessica Trocha geht der Frage nach, ob sich damit das Musical als Kunstform nun, neben der vermeintlichen reinen Unterhaltung, auch anderen Themen widmet oder NEXT TO NORMAL sich in eine Traditionslinie ernsthafter Themen wie Rassismus (SHOWBOAT), Antisemitismus (ANATEVKA) oder Aids (RENT) einreiht.
„Die Stunde danach“ findet im Anschluss an die Vorstellung von NEXT TO NORMAL um ca. 20.30 Uhr im Opernfoyer statt und kann von allen Interessenten besucht werden. Die Zuschauer sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Der Eintritt ist frei.

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