Pressemitteilung // 30.11.16: „Die Stunde danach“ zu DIE ZAUBERFLÖTE

Am Sonntag 4. Dezember 2016, findet um 21.15 Uhr, nach der Vorstellung DIE ZAUBERFLÖTE von Wolfgang Amadeus Mozart eine weitere Veranstaltung der Gesprächsreihe „Die Stunde danach“ statt. Dabei befragen Studierende des Studiengangs Musikjournalismus der Technischen Universität Dortmund Mitglieder des Opernensembles zur Arbeit an aktuellen Produktionen. Für die „Stunde danach“ zur ZAUBERFLÖTE stellen sich der Tenor Fritz Steinbacher sowie der Vorsitzende Meister der Dortmunder Freimaurerloge „Reinoldus zur Pflichttreue“, Detlev Lachmann, den Fragen von Marie König, Studentin an der Technischen Universität Dortmund.
In seiner Dortmunder Neuinszenierung von der ZAUBERFLÖTE hinterfragt Regisseur Stefan Huber die Qualität von Sarastros Heilsversprechen. Stellt sich doch heutzutage unwillkürlich ein Unbehagen bei der Intransparenz von geheimnisvollen Männerbünden und Mysterien ein. Sarastro ist hier ein Vertreter der Macht, die eine Welt vorgaukelt,  in der es eine eindeutig Zuordnung von Gut und Böse gibt, und die anderen ihre Moralvorstellungen aufzwingen.
Marie König geht folglich der Frage nach, welche Faszination heute noch von Freimauern ausgeht und welche Motivation zu einem Engagement in  einer Loge führt. Welche eindeutigen Freimaurerelemente und –strukturen sind heute noch in Mozarts ZAUBERFLÖTE erkennbar und hat er  bestimmte Chiffren der Freimaurer musikalisch umgesetzt. Des Weiteren stellt sie die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Sarastros Streben nach Menschlichkeit und einer besseren Welt, wenn er sich Sklaven wie Monostatos hält, die für ihn reinen Besitz und Sachwerte, statt selbstständige Menschen darstellen.

„Die Stunde danach“ findet im Anschluss an die Vorstellung von DIE ZAUBERFLÖTE um ca. 21.15 im Opernfoyer statt. Die Zuschauer sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Der Eintritt ist frei.

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