10 Dinge, die man bei einer Reise ins „Wunderland“ wissen sollte

Aufbrechen ins Wunderland
Die beste Zeit, um ins Wunderland aufzubrechen ist ein Vormittag gegen 11.00 Uhr oder ein Nachmittag gegen 15.00 Uhr. Vor allen Dingen sollte es möglichst  ein Nichtgeburtstag sein.
Man kann sich allein oder zu mehreren auf die Reise begeben. Ein wenig Langeweile oder Müdigkeit erleichtern die Reise. Schon von weitem hört man leise Töne wie ein Säuseln aus Wunderland.

Auf dem richtigen Weg?
Ein sichereres Zeichen ist ein weißes Kaninchen, das ständig auf seine Uhr schaut und befürchtet zu spät zu kommen. Auch wenn es nicht gerade freundlich ist, nicht abschütteln lassen.

Höhenunterschiede?
Die herkömmliche Welt ist mit Wunderland über einen Schacht von exakt 73 Zentimetern verbunden. Das fühlt sich an wie elf Etagen, die man hinunterfällt ohne zu stürzen.

Bevölkerung?
Sprechende Türen und Flaschen, verrückte Mäuse, Märzhasen, Hutmacher, durch Yoga entspannte Raupen, verzweifelte Köchinnen, durchgedrehte Herzoginnen, schreiende Babys, Grinsekatzen und Drachen

Gern benutztes Sprichwort
„Wir sind alle verrückt, nur Hunde nicht“

Essen und Getränke
Die Bewohner von Wunderland schätzen besonders Tee, da speziell Lady Grey, die mildere Variante des Earl Grey und Wein, auch wenn er nicht vorhanden ist. Auch eine speziell zubereitete Suppe wird sehr geschätzt. Gewöhnungbedürftig für Reisende sind Kuchen und Pilze, bei deren Verzehr man kleiner oder größer wird.

Besondere Feiertage
Der Nichtgeburtstag. An diesem Tag beschenken sich die Bewohner von Wunderland, beglückwünschen sich und trinken zusammen Tee.

Orte, die man gesehen haben muss
Der heimliche Garten ist unbedingt einen  Besuch wert. Verschlungene Pfade führen durch ihn hindurch, aber den Hügel mit dem besten Ausblick erreicht man leider nur im Rückwärtsgang.

Im Notfall
Bei Gefahr wird gesungen!

Reiseführer
1865 veröffentlichte der Mathematiker und Diakon Charles Lutwidge Dodgson unter dem Pseudonym Lewis Carroll die Geschichten über die Abenteuer des Mädchens Alice, die er Kindern von Freunden und Nachbarn erzählt hatte, zusammengefasst in einem Buch. „Alices Abenteuer im Wunderland“. Schon bald nach seinem Erscheinen war das Buch bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Sprachwitz und ein aberwitziges Spiel mit der Logik fesselten Generationen und machten es zu Kinderbuchklassiker. Theaterstücke, Ballette, Opern und Filme entstanden auf seiner Grundlage Die Disney-Filme verhalfen „Alice“ zum endgültigen Durchbruch. Musiker und Maler zitierten Figuren aus dem Wunderland und verankerten es so im kulturellen Erbe.

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Heike Buderus

Heike Buderus studierte Anglistik und Russistik an der Ruhr-Universität Bochum sowie Germanistik und Neugriechisch an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach ihrem Referendariatsdienst wurde sie 1986 Theaterpädagogin für das Schauspiel und KJT am Landestheater Castrop-Rauxel. Zusammen mit Kollegen an den Theatern in NRW rief sie einen ersten Zusammenschluss von Theaterpädagogen auf Landesebene ins Leben. Seit 1999 ist sie als Theaterpädagogin für das Musiktheater und Ballett am Theater Dortmund zuständig. Neben der theaterpädagogischen Begleitung von Produktionen durch Vor- und Nachbereitungen, realisierte sie zahlreiche theaterpädagogische Projekte für die Oper und das Ballett so u.a. Feuervogel, Feuerspuren und Heldenbilder in Zusammenarbeit mit dem Museum Ostwall, Frühzünder und Spätblüher und Operazzi in der Kinderoper. Hier setzte sie sich u.a. für ein kontinuierliches Angebot von Musiktheater für ein junges Publikum ein und übernahm die Dramaturgie für diverse Kinderoperproduktionen für und mit Kindern und Jugendlichen. Heike Buderus ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes der Theaterpädagogen und lehrt am Institut für Musik und Didaktik an der Universität Dortmund.

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