Pressemitteilung // 23.11.17: „Die Stunde danach“ zu ARABELLA

Pressemitteilung // 23.11.17: „Die Stunde danach“ zu ARABELLA

Am Sonntag, 26. November 2017, findet um 21.15 Uhr die Gesprächsreihe „Die Stunde danach“ zur Oper ARABELLA von Richard Strauss statt. Dabei befragen Studierende des Studiengangs Musikjournalismus der Technischen Universität Dortmund Mitglieder des Opernensembles zur Arbeit an aktuellen Produktionen. Für die „Stunde danach“ zu ARABELLA stellen sich Opernintendant und Regisseur Jens-Daniel Herzog, die Sopranistin Eleonore Marguerre und die Soziologin Verena Bruchhagen den Fragen von Anna Chernomordik, Studentin an der Technischen Universität Dortmund.
Das begehrteste Mädchen Wiens soll verheiratet werden. Doch die Sache wird weder einfach noch billig. Arabella ist das letzte Kapital ihres Vaters Waldner, der spielsüchtig ist und die bürgerliche Fassade der Familie nur noch mühsam aufrechterhalten kann. Arabella selbst ist unzufrieden mit den Angebern und Waschlappen, die sich um ihre Gunst bewerben. Sie träumt von einem Mann, dessen Auftauchen für sie mit einem Schlag alles klar macht.
Das in ARABELLA dargestellte Frauenbild mag wohl kaum dem des 21. Jahrhunderts in der westlichen Welt vorherrschenden entsprechen. Zwar sind spielsüchtige Väter sowie Angeber und Waschlappen auch heute noch überaus zahlreich vorhanden, aber das eine Tochter in die arrangierte Ehe wandert, verbindet man erstmal eher mit anderen Kulturkreisen und Weltregionen. Anna Chernomordik interessiert sich folglich dafür, wie man als Regisseur mit einem vermeintlich überkommenen Frauenbild umgeht und spürt der Frage nach, ob – in Anbetracht der aktuellen Diskussionen über sexuelle Übergriffe und der daraus resultierenden #metoo-Kampagne – sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts wirklich so viel verändert hat wie gegenüber den Zeiten unserer Groß – und Urgroßmütter.

„Die Stunde danach“ findet nach der Vorstellung von ARABELLA um ca. 21.15 Uhr im Opernfoyer statt. Die Zuschauer sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Der Eintritt ist frei.

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Alexander Kalouti

Alexander Kalouti studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und absolvierte nach seinem Abschluss einen Master of Arts im Bereich Theaterwissenschaften am King´s College London und der Royal Academy of Dramatic Art. Es folgten Engagements am Staatstheater Oldenburg, Staatstheater Kassel sowie Theater Ingolstadt. Zur bayerischen Landtagswahl 2008 managte er den Wahlkampf der FDP und wurde nach dem Einzug der bayerischen Liberalen in die Staatsregierung, Persönlicher Referent des Wirtschaftsministers. 2011 wechselte er in den Planungsstab der FDP Bundestagsfraktion, wo er die Fraktionsführung zu Themen der Außen-, Sicherheits- und Europapolitik beriet.

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