10 Fragen an Ks. Hannes Brock

10 Fragen an Ks. Hannes Brock

Erst einmal die gute Nachricht: Wer Kammersänger Hannes Brock auf der Opernbühne erleben will, hat dazu noch viele Gelegenheiten. Bis zum Ende der Spielzeit ist er noch als Edna Turnblad in HAIRSPRAY, als Prinz Sternschnuppe in FRAU LUNA und als Monostatos in der ZAUBERFLÖTE zu sehen. Was er in den nächsten Jahren vorhat, behält er zwar noch für sich, aber ganz loslassen wird ihn die Bühne so schnell sicher nicht. Trotzdem: Sein offizieller Abschied aus dem Opernensemble steht bevor und wird mit zwei Gala-Abenden gewürdigt. Am 17. Februar und am 29. April präsentiert Ks. Hannes Brock mit den Dortmunder Philharmonikern, seiner Band und den Ensemble-Kollegen Emily Newton und Morgan Moody ein Programm, das viele seiner Lieblingsstücke aus 45 Jahren Theaterkarriere enthält. Vorher gibt es hier ein Interview-Speed-Dating mit 10 Schlaglichtern.

Meine allererste Rolle:
Stefan in „Der Fidele Bauer“ von Leo Fall

Das schönste Theater, in dem ich je aufgetreten bin:
Staatstheater Wiesbaden

Ein historischer Moment:
Die erste Verbeugung nach der Generalprobe von „La Cage aux Folles“ in Essen.

Meine Lieblingsrolle:
Welches Ihrer Kinder lieben Sie am meisten? … Na gut, Albin/Zaza in „La Cage aux Folles“

Welche Rolle ich auf keinen Fall noch mal singen möchte:
Dr. Blind in „Die Fledermaus“

Ein peinlicher Moment auf der Bühne:
Ähhh ….kann mich nicht erinnern!

Mein schönster Aussetzer:
Aussetzer auf der Bühne sind nicht schön!!

Das beste Publikum:
Ein aufmerksam-gespanntes, und dabei applausfreudig!

Ein guter Rat an einen jungen Kollegen:
Vergiss nie, was für einen wunderbaren, privilegierten Beruf wir haben!

Beim Gedanken an den Abschied – mehr Vorfreude oder mehr Wehmut?
Das mischt sich. Ich könnte auch sagen, es ändert sich täglich. Wenn ich mich über etwas ärgere, denke ich mir: Wie gut, dass ich bald in Rente gehe. Aber wenn eine Vorstellung von HAIRSPRAY mit einem riesigen Schlussapplaus zu Ende geht, ist die Vorstellung schon seltsam, dass das nur noch ein paar Mal so sein wird. Es gibt einen inneren Countdown. Das Gefühl, dass es immer so weitergeht, ist nicht mehr da, aber immer weitermachen geht eben nicht. Wahrscheinlich wird es mir irgendwann doch fehlen…

This article was written by
Georg Holzer

Hier sieht man ihn an des Dramaturgen Lieblingsplatz: dem Schreibtisch. Georg Holzer ist mit seiner umfassenden Bildung, seinen klugen Ideen und seinen Formulierungskünsten so etwas wie der „Think Tank“ der Oper Dortmund. Wer einmal eine seiner übrigens brillanten Einführungen gehört hat, weiß: Georg Holzer kommt aus Bayern. Studiert hat er dann aber in Berlin, Poitiers und Florenz, bis er als Dramaturgie- und Regieassistent sein erstes Theaterengagement an den traditionsreichen Münchner Kammerspielen antrat. Heute ist er Chefdramaturg der Oper Dortmund. Überdies ist er auch ein gefragter Übersetzer, nicht nur der Übertitel der Oper Dortmund, sondern auch diverser Theaterstücke und insbesondere französischer Lyrik. Den nötigen Ausgleich zu so viel Kopfarbeit findet er bei ausgedehnten Jogging-Runden durch Dortmunds Parks.

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