Eiskalte Töne – der Schneekönigin auf der Spur

Eiskalte Töne – der Schneekönigin auf der Spur

Schüler der sechsten Klasse haben sich mit ihren Lehrern entschlossen, eine Oper zu schaffen – eine Mini-Oper zwar, aber mit allem, was dazu gehört: Musik, Libretto, Szene und Aufführung. Bei diesem ehrgeizigen Experiment werden sie unterstützt von ihren LehrerInnen und von den Musikern Jan und Christian, den Theaterpädagoginnen Sina und Kai und den Musikvermittlerinnen Leonie und Klara aus dem Vermittlungsprojekt „Klasse komponiert“.

Phase 1: In der Oper wird gesungen und zwar immer!
Es ist ganz schön ungewohnt, sich singend beim Namen zu nennen oder nach der Uhrzeit zu fragen. Aber es macht auch Spaß, den eigenen Namen noch einmal völlig anders klingen zu lassen. Nachdem sich alle daran gewöhnt haben, singt schließlich die ganze Aula: wild, laut, aus voller Brust.
Fazit Phase 1: Da muss eine Ordnung rein, sonst hören wir uns nicht und niemand hört uns zu.

Phase 2: Jedes Instrument hat eine eigene Stimme, auch eine unerwartete.
Einige Schüler spielen bereits ein Instrument: Klavier, Geige, Gitarre, Trompete und Keyboard sind zum Beispiel vertreten. Aber zunächst beginnen alle mit Instrumenten, die Jan mitgebracht hat. Man kann sie zupfen, über sie streichen, auf ihnen klopfen, sie schütteln, ihnen langgezogene und kurze Töne entlocken. Wenn sie zusammen spielen, tönt das eine Instrument deutlicher und das andere tritt in den Hintergrund, aber es ist dennoch sofort zu hören, wenn es fehlt. Manche Instrumente ergeben gemeinsam einen besonders schönen, angenehmen Klang, andere reiben sich aneinander, erzeugen das Gefühl von Spannung
Fazit Phase 2: Wir müssen festlegen, wann wir welchen Klang wollen und wir brauchen jemanden, der sich merkt, wann wir was spielen wollen.

Phase 3: Hans Christian Andersen hat das Märchen von der Schneekönigin erzählt, was wollen wir erzählen?
Alle hatten das Märchen schon einmal gehört, aber jedem hatte es etwas anders erzählt. Jens erinnerte sich besonders an die tollpatschigen Trolle, Viktoria an das Räubermädchen, das ohne Freunde allein im Wald lebte. Und alle stellten sich das Reich der Schneekönigin unterschiedlich vor. Vom eleganten Schloss aus Eiskristallen bis zur gruseligen Eishöhle reichten die Bilder. Am Spannendsten erschien es aber dann doch allen, eine Geschichte zu erzählen, in der zwei Freunde sich verlieren und wieder zu einander finden, weil einer von beiden fest an die Freundschaft glaubt. Einige Schüler haben etwas Ähnliches erlebt, erzählen ihre Geschichten und zusammen mit der Theaterpädagogin Kai ordnen sie sie zu einer neuen und ganz eigenen Geschichte.
Fazit Phase 3: Unsere Geschichte hat etwas mit der „Schneekönigin“ zu tun, aber viel mehr hat sie mit uns zu tun.

Phase 4: Musik und Geschichte gehören zusammen – aber wie?
Während die Klassen in Dortmund mit Kai und Jan an diesem Problem arbeiten, tüfteln die Schüler in Hamm mit Christian und Sina ebenfalls an den nächsten Schritten bis zur Aufführung. Nachdem die Musik von den Schülern selbst komponiert wurde, geht es dann um die Realisierung: Wer singt und spielt, wer macht Musik, wer unterstützt die Technik.
Fazit Phase 4: Jeder hat seine spezielle Aufgabe, aber nur als Team bekommen wir unsere Oper auf die Bühne.

Phase 5: Werden die Zuschauer unsere Oper mögen?
Geprobt wird noch in beiden Teams und die Nervosität wächst. Beantworten lässt sich diese Frage erst am 19. und 20. März, wenn die Aufführungen in Hamm und Dortmund gezeigt werden.

An den Workshops des Projekts „Klasse komponiert“ haben bisher das Märkische Gymnasium Iserlohn, das Helene-Lange-Gymnasium Dortmund, die Sophie-Scholl-Gesamtschule Hamm, die Wilhelm-Busch-Realschule, die Gertrud-Bäumer-Realschule und die Albrecht-Dürer- Realschule aus Dortmund teilgenommen.

Video: Laura Mettenboerger

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