Die performative Soundcollage Sounds of Dortmund

Die performative Soundcollage Sounds of Dortmund

„Ich finde, man spürt, dass sehr viele Energien am Fließen sind und dass es gleichzeitig viele Freiräume gibt, in denen Neues entstehen kann.“

Interview mit dem Regisseur Alvaro Schoeck

Regisseur Alvaro Schoeck,
© Charlotte Waltert

Auf den MusiCircus der letzten Spielzeit folgt Sounds of Dortmund ! Die performative Soundcollage wird am 18. April 2020 ganztägig an verschiedenen innenstadtnahen Orten durchgeführt und ihren spektakulären Höhepunkt auf dem Opernvorplatz feiern. Dortmund wird dabei mit Musik, Geräuschen, Tönen und Performances bespielt. Im Unterschied zum Vorjahr wird der Innenstadtbereich die Musik diesmal größtenteils Indoor erklingen – so verwandeln sich bekannte Lieblingsorte der Dortmunder_innen wie Szenelocations oder auch Galerien der bildenden Kunst zu Schauplätzen von Sounds of Dortmund. Der Künstlerischer Projektleiter Alvaro Schoeck, der mit Neverland diese Spielzeit bereits einen Lohengrin für Jugendliche auf die Junge Oper-Bühne gebracht hat, gewährt uns im Interview Einblicke in das Großprojekt Sounds of Dortmund.

Impressionen vom MusiCircus aus dem Vorjahr,
© Anke Sundermeier

Worum geht es bei Sounds of Dortmund?

Bei Sounds of Dortmund geht es vor allem um das gemeinsame Musizieren, um Musik als universelle Sprache. Musikformationen aus Dortmund und Umgebung werden in ungewöhnlichen Zusammenstellungen gemeinsam mit Musiker_innen und Sänger_innen aus der Oper an verschiedenen Standorten in Dortmund kleine Auftritte präsentieren. Danach begeben sich alle gemeinsam zum Opernvorplatz, wo sie zum Abschluss ein etwa fünfzehnminütiges Riesenspektakel veranstalten, wofür eigens ein Arrangement geschrieben wird.

Impressionen vom MusiCircus aus dem Vorjahr,
© Anke Sundemeier

Du hast dich während der Konzeption zu Sounds of Dortmund stark mit Dortmund auseinandergesetzt. Welchen Eindruck hast du von der Stadt und ihren Bewohner_innen?  

Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen nach ‚Einschleimen’ an: ich bin wirklich total begeistert von dieser Stadt, ihrer Vielfalt und Kreativität. Ich finde, man spürt, dass sehr viele Energien am Fließen sind und dass es gleichzeitig viele Freiräume gibt, in denen Neues entstehen kann.

Impressionen vom MusiCircus aus dem Vorjahr,
© Ravi Sejk

Gab es besondere Erlebnisse, die du während der Treffen mit den Musikformationen erlebt hast?

Da waren so viele berührende und intensive Momente dabei, dass es mir schwerfällt, einen speziell hervorzuheben. Mir ist – ich habe früher selbst leidenschaftlich im Chor gesungen – wieder einmal klar geworden, was für eine existenzielle Bedeutung das gemeinsame Musizieren für das Zusammenleben der Menschen hat, im Kleinen wie im Großen. Ich hoffe, dass es gelingt, mit Sounds of Dortmund diese Qualität und Vielfalt zu zeigen.

Impressionen vom MusiCircus aus dem Vorjahr
© Anke Sundermeier

Für Sounds of Dortmund werden ja weiterhin Musikformationen und Musiker_innen aus Dortmund gesucht. Kannst du die Gesuchten genauer beschreiben?

Wir haben uns vorgenommen, wirklich jede Musikrichtung in das Projekt zu integrieren. Wenn Sie also in einem Blockflötenensemble spielen, eine Hip Hop-Band haben oder einen Jodel-Chor: melden Sie sich bei uns bis Mitte Januar!

Weiterhin Musiker_innen für Sounds of Dortmund gesucht:

Für Sounds of Dortmund sind wir weiter auf der Suche nach Musiker_innen! Ob aus dem klassischen Bereich, Hip-Hop, Jazz, Punk, Elektro etc. Ob allein oder in der Gruppe, ob langjährige_r  Musiker_in oder leidenschaftliche_r  Krachmacher_in, ob Kirchenchorsänger_in, Blockflötist_in – jede und jeder ist herzlich willkommen!

Interessierte wenden sich an:

Houssie Shirin (Dramaturgin für Sonderprojekte)

0231/5022447

hshirin@theaterdo.de

https://www.theaterdo.de/detail/event/sounds-of-dortmund/

Titelbild: Impressionen vom MusiCircus aus dem Vorjahr, © Anke Sundermeier

This article was written by

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.