„Meine Geschichte geht ganz anders“

„Meine Geschichte geht ganz anders“

In Constanzes Befreiung wird die Geschichte von Mozarts Die Entführung aus dem Serail aus der Sicht des Rabens Rik erzählt. Hier nimmt der vorlaute Vogel erstmals Stellung:

Hallo Kinder,

ich muss euch mal was sagen. Wer ich bin? Ich bin Rik, der Rabe. Und ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Vielleicht habt ihr einmal von der Entführung aus dem Serail von W. A. Mozart gehört? Nein? Macht auch nichts, die Geschichte ist über die Jahre nämlich total verdreht worden.  Da ist es besser, wenn ihr sie direkt von mir erfahrt. In Constanzes Befreiung, meiner Geschichte, geht es nämlich um drei Menschen, nicht sechs, nicht neun – drei. Zwei davon hatten sich sehr gerne, sie waren sogar ein Paar: Constanze und Belmonte. Der dritte wäre auch gerne ein Teil von so einem Paar gewesen, allerdings wollte ihn niemand und deshalb hatte er Constanze einfach entführt.  Das Problem dabei: Eine Frau zu entführen ist kein Weg, der das Zusammenleben besonders einfach macht. Und Constanze hatte natürlich gar keine Lust auf so einen Grobian, sondern sehnte sich nach ihrem „Monti“. Dieser suchte seine Constanze überall und als er sie dann fand, gingen die Scherereien erst richtig los. Denn Osmin hatte mit so etwas gerechnet und Constanze gut bewacht. Das beeindruckte Belmonte allerdings nicht. Mutig zog er los und … und ….

Naja, eigentlich möchte ich euch die Geschichte ja bei mir erzählen. Ich sitze hier nämlich im Opernhaus rum und würde mich freuen, wenn mir mal wieder jemand zuhört.  Ich habe sogar ein paar Leute, die mir dabei helfen. Da sind zum Beispiel Lucy, Ruth und Marcelo. Kennt ihr die schon? Wenn nicht, solltet ihr alleine wegen ihnen hierherkommen. Die drei können nämlich super schön singen. Ich habe ihnen schon ein paar Mal vorgeschlagen, dass wir zusammen ein Quartett gründen, aber irgendwie hatten die drei nie wirklich Zeit. Ob sie was gegen mein Krächzen haben? Aber ist auch nicht schlimm. Ich bin sowieso eher Geschichtenerzähler. Damit die drei trotzdem nicht alleine singen müssen, sind noch Christoph und Satomi mit dabei. Die spielen abwechselnd Klavier, können aber auch dirigieren.

Zu mir gehört noch der Udo, der kann Puppen zum Leben erwecken! Normalerweise ist der im Westfalenpark unterwegs, weil er da sein Puppentheater hat. Für euch würde er aber auch mal in die Oper kommen, für meine Geschichte sogar mit ganz besonderen Puppen, nämlich mit Marionetten. Kennt ihr die? Das sind Puppen an Fäden, wie bei der Augsburger Puppenkiste.

Ach und dann gibt’s da noch den Daniel. Daniel ist ganz ok, aber manchmal nervt er. Er denkt, dass er die Geschichten, die ich zu erzählen habe, viel besser kennt und will mich dauernd korrigieren. Aber da kann man nichts machen. So ist er halt. Und besser mit ihm eine Geschichte erzählen, als gar keine Geschichte erzählen. 

Ich glaube, das war’s. Ach nein, auch ganz wichtig ist die Zuzana. Die erzählt zwar keine Geschichten, aber sie sorgt dafür, dass das Ganze auch nach etwas aussieht. Sie sagt den drei Sängerinnen und Sängern, wie sie sich verhalten sollen, überlegt sich, wie die Puppen dazu passen und so weiter. Nicht so toll wie Geschichtenerzählen, aber auch irgendwie wichtig.

So, das war’s jetzt aber wirklich. Vielleicht etwas verwirrend. Bei meiner Geschichte wird’s aber garantiert besser, versprochen! Also kommt vorbei, ich freue mich auf euch!

Hier habt ihr nochmal einen Überblick, wer so dabei ist und wann ihr vorbeikommen könnt:

Constanze: Anna Lucia Struck, Belmonte: Ruth Katharina Peeck, Osmin: Marcelo de Souza Felix
Erzähler: Daniel Fritz
Puppenspiel: Udo Wodrich
Musikalische Leitung: Christoph JK Müller, Satomi Nishi
Szenische Einrichtung: Zuzana Masaryk
Dramaturgie: Matthias Keller
Mitarbeit: Christina Schmidt

Karten sind zum Einheitspreis von 5,-€ im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge oder unter www.theaterdo.de erhältlich.

Weitere Infos, Termine und Karten gibt es hier:

https://www.theaterdo.de/produktionen/detail/constanzes-befreiung/

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