10 Dinge, die Sie über Jekyll & Hyde wissen sollten …

10 Dinge, die Sie über Jekyll & Hyde wissen sollten …

Am 12. Oktober ist es endlich wieder so weit und ein neues Musical erobert die Bühne der Oper Dortmund: Jekyll & Hyde von Frank Wildhorn und Leslie Bricusse in der Inszenierung von Erfolgsregisseur Gil Mehmert! Wer sich bis zur Premiere nicht mehr gedulden kann, erfährt hier vorab ein paar spannende Facts.

1) Die Vorlage: Robert Louis Stevenson

published by the National Printing & Engraving Company, Chicago

Ein gutes Musical braucht eine gute Geschichte: interessante Figuren, die eine möglichst große Entwicklung durchmachen, mindestens eine Liebesgeschichte, im besten Fall ein paar Morde und ganz viel Dramatik. Das meiste davon findet sich in der Novelle Der seltsame Fall der Dr. Jekyll und Mr. Hyde, die Robert Louis Stevenson 1886 veröffentlichte und die dem Autorenteam Frank Wildhorn und Leslie Bricusse als Vorlage diente. Darin wird die Geschichte um Henry Jekyll aus verschiedenen Perspektiven erzählt und der seltsame Fall wie ein Puzzle zusammengesetzt. Was darin jedoch ganz und gar fehlt, ist die Liebesgeschichte – in Stevensons Novelle treten überhaupt keine Frauen auf. Darum erweiterten Wildhorn und Bricusse das Personal um die Verlobte Lisa und die Prostituierte Lucy.

2) Zwei Figuren in einer Brust – und in einem Darsteller!


David Jakobs © Robert Brembeck

Die beiden Figuren Henry Jekyll und Edward Hyde könnten kaum unterschiedlicher sein: Der eine ist freundlich, gütig und großzügig, der andere brutal, kaltherzig und gewissenlos. In ihnen zeigen sich die Unterschiede der beiden Wesenszüge Gut und Böse aufs Drastischste. Der Kontrast ist so groß, dass sie vermutlich problemlos von zwei verschiedenen Sängern verkörpert werden könnten. Aber so leicht haben es die Jekyll-Autoren ihrem Hauptdarsteller nicht gemacht, und so darf David Jakobs als Star des Musicals gleich beide Figuren verkörpern. Dies erfordert großen persönlichen Einsatz und den Beweis all seiner Schauspielkunst. Und tatsächlich, wenn er sich in der großen Verwandlungsszene als Jekyll in seinen Laborstuhl setzt, ist es nach Einnahme der Substanz der aus Freude über seine Befreiung schier wild gewordene Hyde, der sich daraus erhebt.

3) Wie schaut eigentlich das Böse aus?

Image from page 164 of “The strange case of Dr. Jekyll and Mr. Hude. Illustrated by Charles Raymond Macauley”, 1904

Das Böse hat schon immer fasziniert und fasziniert bis heute. Dies spiegelt sich auch in zahlreichen Filmen und Serien wider. Dabei gibt es keine Regel, wie das Böse auszusehen hat, meistens wird es jedoch als groß, monströs und vielleicht auch irgendwie deformiert dargestellt. Doch trifft es das wirklich? Stevenson folgt in seiner Novelle einem anderen Ansatz. Nachdem sich Jekyll in Hyde verwandelt, passen ihm seine Kleider nicht mehr: Sie „waren ihm überall viel zu groß; die Hosen hingen ihm über die Füße, obgleich sie weit umgeschlagen waren, die Taille des Rockes saß tief unter den Hüften, der Kragen stand über die Ohren hinaus.“ Von anderen wird er als „ganz kleiner, aber kräftig gebauter Kerl“ beschrieben, als „breitschulterig“ und gar als „Zwerg“. Die Selbstwahrnehmung Hydes kennt aber auch noch eine andere Facette: „Ich fühlte mich körperlich jünger, leichter, glücklicher“. Weil das Böse in Jekyll nicht so ausgebildet ist wie das Gute, ist dieser Teil seines Selbst also kleiner, dabei aber auch energievoller, weil es lange ruhte.

4) Emma oder Lisa?

Als Lucy in Dortmund zu sehen: Bettina Mönch © Isabell Schatz
Als Lisa in Dortmund zu sehen: Milica Jovanović
© Steffi Henn

Von dem Musical Jekyll & Hyde gibt es die verschiedensten Fassungen, man findet schwerlich zwei CDs, auf denen dieselben Nummern in der gleichen Reihenfolge zu hören sind. Einer der auffälligsten Unterschiede ist jedoch, dass Jekylls Verlobte in der amerikanischen Version Emma, in den (meisten) deutschen jedoch Lisa heißt. Dies mag auf den ersten Blick Verwirrung stiften und auch etwas verwundern, die Erklärung dafür ist aber tatsächlich relativ unspektakulär. Ursprünglich war der Name Lisa bereits geplant gewesen, aber da man fand, dass er Lucy zu ähnlich klänge, entschied man sich für Emma. Als das Musical schließlich nach Deutschland kam, störte man sich allerdings an diesem Namen, da er damals im deutschsprachigen Raum nicht geläufig war. Und so änderte man ihn in Lisa um. Dramaturgisch betrachtet ist dies durchaus sinnvoll, da auf diese Weise die Nähe der beiden Frauen deutlich wird. Auch wenn sie sich nicht kennen und aus unterschiedlichen Schichten stammen, so lieben sie dennoch den gleichen Mann. Außerdem fungieren sie als weibliche Verkörperung der beiden Welten (Gut und Böse), und stellen somit selbst im übertragenen Sinne die zwei Seiten einer Medaille dar.

5) Die Bühne von Jekyll & Hyde – echte Teamarbeit

Dass Jens Kilian ein echter Bühnenmagier ist, hat er in Dortmund bereits mit seiner Ausstattung für die West Side Story bewiesen. Und auch in Jekyll & Hyde ist es ihm erneut gelungen, das ganze Universum von Henry Jekyll auf die Bühne zu bringen. Dafür setzt er die gesamte Technik ein, die das Dortmunder Opernhaus zu bieten hat: Von der Drehscheibe über die Hubpodien bis hin zum Schnürboden ist alles im Einsatz. Wer also einmal herausfinden möchte, welche Funktionen die Dortmunder Bühne zu bieten hat, sollte sich diese Produktion unbedingt anschauen! Damit es zu einem solchen atemberaubenden Ergebnis kommen kann, müssen alle Abteilungen und Gewerke Hand in Hand arbeiten. Und dies dauert seine Zeit: im Januar 2019 begannen die ersten Planungen und Konstruktionen, die letzten Handgriffe werden vermutlich erst am Tag der Generalprobe gemacht werden.

Mit Liebe zum Detail: Efeuranken im Bühnenbild von Jekyll & Hyde © Dina Nur

Dieser Arbeitsprozess dauert so lange, da tatsächlich zahlreiche Teile entworfen, gebaut und angepasst werden müssen – die Tücke liegt schließlich im Detail! Hinzu kommt, dass bei den zahlreichen Verwandlungen sorgfältige Konstruktionen notwendig sind, um sie einerseits funktional zu gestalten, andererseits aber auch jederzeit die Sicherheit der Darsteller_innen gewährleisten zu können. Hierbei ist die Drehbühne einer der besonderen Knackpunkte: Das Drehtempo muss penibel eingestellt werden, da es sonst schnell passieren kann, dass die Zentrifugalkraft sämtliche Dekorationselemente aus dem Raum wirft. Ebenso gilt es zu darauf zu achten, dass bei den An- und Abfahrten der Drehscheibe weder die Dekoration noch die auf der Scheibe stehenden Darsteller_innen ins Wackeln kommen. Zu Guter Letzt kann die gesamte Bühne 3m nach oben fahren – und das Singen in einer solchen Höhe kommt Hochleistungssport gleich.

Liebevolle Ornamente runden die Ausstattung ab © Laura Knoll

Um die Stilistik der viktorianischen Epoche aufgreifen zu können, betrieb Jens Kilian zahlreiche Recherchen. Diese ließ er ebenso in die zahlreichen verspielten Ornamente einfließen, wie Elemente des klassizistischen Prinzips und des Steampunk. Alleine die Kolleg_innen im Malsaal sind seit sieben Monaten damit beschäftigt, die Bühnenteile realistisch aussehen zu lassen. Damit runden sie die Arbeit der Schreiner_innen, der Schlosser_innen und der Plastiker_innen ab, die alle Bauelemente der Bühne herstellen. Auch diese müssen besondere Anforderungen erfüllen: Zum einen dürfen sie nicht zu schwer sein, damit sie leicht beweglich und auch gut zu verstauen sind. Zum anderen muss man durch sie mit wenigen Mitteln zahlreiche verschiedene Räume erschaffen. Allein durch die Verschiebung der Proportionen oder dem Zusatz von Dekorationselementen entstehen so 15 Räume, die das Publikum in die Straßen des viktorianischen Londons und Henry Jekylls Welt entführen.

6) Ein Ausflug in die Kleiderwelt des viktorianischen Englands

Noch auf der Schneiderpuppe, bald an den zauberhaften Darstellerinnen – die wunderschönen Kleider von Jekyll & Hyde-Kostümbildner Falk Bauer © Laura Knoll

Wie das Bühnenbild, so sollen auch die Kostüme von Jekyll & Hyde die Welt des viktorianischen Englands lebendig werden lassen. Kostümbildner Falk Bauer hat sich in seiner konzeptionellen Vorarbeit intensiv mit der Epoche beschäftigt und gemeinsam mit der Kostümabteilung Schnitte und Stoffe ausgewählt. Zwischen Mai und Oktober haben dann die Schneiderinnen und Schneider die Entwürfe in liebevoller Handarbeit umgesetzt. Um in diesem am Ende doch recht kurzen Zeitraum die große Menge an Kostümen bewältigen zu können, griff man zumindest beim Chor auf altbewährtes zurück. Die Grundlage für diese Kostüme bilden Kleider aus einer alten Inszenierung der Fledermaus. Doch ganz so einfach ist dies natürlich dann auch wieder nicht, sie mussten individuell angepasst werden und haben eine Überarbeitung erfahren: Die Röcke wurden verlängert, Ärmel verändert und die Krägen erneuert.

Ein Cul de Paris © Laura Knoll

Die Kleidung der Solistinnen und Solisten hingegen wurde komplett neu angefertigt. Dabei wurde vor allem mit dem bereits im 18. Jahrhundert zumeist verwendeten Duchesse (frz. für „Herzogin“) gearbeitet, einem schweren Seidenstoff, der über die historischen Unterröcke drapiert wird. Die Unterröcke nennt man in der Fachsprache auch Cul de Paris, was auf Französisch eindeutig besser klingt als auf Deutsch: Pariser Hintern. Andere Bezeichnungen dafür sind cul de ouatte (Wattehintern) oder cul de la reine (Königinnenhintern). Auch wenn es nicht besonders elegant klingt, ist der Name jedoch sehr treffend, denn in dieser Zeit ging es in der Mode tatsächlich darum, die Rückseite der Damen zu betonen – auch wenn sogar die meisten Zeitgenossen diesen Trend eher lächerlich fanden. Nichtsdestotrotz ist dieser Unterrock ein unerlässlicher Bestandteil für die elegante Mode der viktorianischen Zeit, und darum auch unter allen Kleidern der Darstellerinnen von Jekyll & Hyde zu finden.

7) Der heimliche Strippenzieher: Die Tonabteilung

Friederike Peßler, künstlerische Leiterin der Tonabteilung der Oper Dortmund, in enger Zusammenarbeit mit Chorassistent Aymeric Catalano © Laura Knoll

Auch wenn sie nicht zu sehen sind und man das Ergebnis ihrer Arbeit am besten überhaupt nicht wahrnimmt, so sind sie für den Erfolg einer Musical-Aufführung ebenso unerlässlich wie Sänger_innen, Musiker_innen und Techniker_innen: Die Kolleg_innen der Tonabteilung. Der Aufwand einer Musicalproduktion wie Jekyll & Hyde ist dabei enorm: Ganze 70 Kanäle fließen in das hochkomplexe Mischpult hinein. 37 Kanäle kommen dabei von den Mikroports auf der Bühne, 33 Wege kommen aus dem Orchestergraben und zusätzliche 26 pultinterne Kanäle liefern Effekte wie z. B. Kirchenhall. Diese verschiedenen Tonspuren treffen im Mischpult aufeinander und werden schließlich in 42 Ausspielwegen an das Publikum abgegeben. Die Arbeit der Tonabteilung unterscheidet sich dabei im Probenprozess sehr von den anderen Gewerken, denn sie steigen erst dann ein, wenn auf der Bühne schon das meiste feststeht.

Bei aller sorgfältigen Vorplanung können die Kolleg_innen der Tonabteilung letztendlich erst „am lebenden Projekt“ mit ihrer Arbeit beginnen, nämlich dem minutiösen Programmieren des Klangbildes. Da es – nicht wie etwa bei der Beleuchtung – keine Statisten für Tonproben gibt (und geben kann), können sie ihre Einstellungen erst im originalen Bühnenbild mit den tatsächlichen Sänger_innen sowie dem Orchester vornehmen. Dabei begleiten sie die regulären Bühnenproben und müssen also „on the fly“, quasi in Echtzeit, die Programmierung erstellen und auf Veränderungen des Geschehens auf der Bühne oder im Graben reagieren.

8) Jekyll & Hyde, ein Streifzug durch London

Der verruchte Hyde Park im 18. Jahrhundert © http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Auch wenn die Geschichte um Dr. Henry Jekyll und sein grausames Alter Ego Edward Hyde in Gänze der Fantasie von Robert Louis Stevenson entsprang, so sind einige der Handlungsorte dennoch real und können teilweise heute noch besucht werden. So wird z. B. der Bischof von Basingstoke ermordet, als er gerade auf dem Heimweg von Camden Town war. Dieser Stadtteil liegt nördlich des Stadtzentrums und verwandelte sich bereits im Jahr 1850 von einem kleinen, verschlafenen Nest in ein lebendiges Viertel. Ein bedeutendes Gebäude in London ist die Royal Albert Hall, eine berühmte Veranstaltungshalle. Lucy zieht Henry Jekyll damit auf, dass sie sich nur als „Zeitvertreib zwischen zwei Auftritten in der Royal Albert Hall“ in der Bar Die Rote Ratte aufhält. Das Gebäude wurde erst 1871 eröffnet, also gerade einmal 17 Jahre vor Beginn der Stückhandlung. Es befindet sich in Kensington, im Zentrum Londons und ist eine – nutzbare – Gedenkstätte für Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, dem Ehemann von Königin Victoria. Heute finden darin von Symphoniekonzerten bis Boxkämpfe die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt. Am bekanntesten sind vielleicht die BBC Proms, die traditionellen Sommerkonzerte. Für das Stück am wichtigsten ist allerdings der Hyde Park, der dem bösen Alter Ego seinen Namen lieh. Diese öffentliche Grünanlage im Herzen Londons ist einer der größten innerstädtischen Parks weltweit. Benannt wurde er nach Hyde Manor, einem alten Herrenhaus und wurde bis 1768 als Jagdrevier für den Königshof genutzt. Im 18. Jahrhundert verdüsterten sich jedoch die Geschichten um diesen Park, denn er wurde zu einem bevorzugten Austragungsort für Duelle. Außerdem befindet sich darin der „Tyburn Tree“, ein Dreiecksgalgen der 24 Personen den Tod brachte. Heute bietet der Park den Londoner jedoch in erster Linie vergnügliche Freizeitmöglichkeiten und lädt jederzeit zu einem Besuch ein.

9) Fun Fact: Die Lucy der Originalbesetzung

Linda Eder, die erste Lucy © Georgia Fader

Die Arbeit an einem Bühnenstück ist immer intensiv und erfordert den hingebungsvollen Einsatz aller Beteiligten. Dabei kann es durchaus auch mal passieren, dass man sich näher kommt. Dies war auch bei der Uraufführungsproduktion von Jekyll & Hyde der Fall: Die junge Musicaldarstellerin Linda Eder bewarb sich 1987 bei einer Audition in Florida um eine Rolle in der neuen, erfolgsversprechenden Show. In dieser Audition saß auch Frank Wildhorn und engagierte sie für die Rolle der Lucy Harris – ob es Liebe auf den ersten Blick war, oder er zunächst wirklich nur von ihrer stimmlichen Begabung begeistert war, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Und dies, obwohl die Produktion erst in ihren Kinderschuhen steckte und noch gar keine Termine feststanden. Auf diese Weise konnte die Rolle auf Linda Eder zugeschnitten und ihr die Songs wie „Bring on the Men – Schafft die Männer ran“ in die Kehle geschrieben werden. 1990 fand schließlich die Weltpremiere von Jekyll & Hyde im Alley Theatre in Houston statt, und Linda Eder entfachte mit ihrer Interpretation Jubelstürme. Lange war sie aus dem Stück nicht mehr wegzudenken, so stand sie zwischen 1995 und 1996 in verschiedenen Produktionen als Lucy auf der Bühne. Währenddessen arbeite sie auch bei anderen Stücken mit Frank Wildhorn zusammen, so engagierte er sie für seine Musicals Svengali und The Scarlet Pimpernel. Als sich im März 1997 die Zusammensetzung des Künstlerischen Teams änderte, nahm man auch Bearbeitungen am Stück selbst vor – in diesem Zuge strich man „Bring on the Men“, angeblich auf Veranlassung von Regisseur, Choreograf und Bühnenbildner Robin Phillips. 1998, während sie am Broadway zu erleben war, heiratete Linda Eder elf Jahre nach ihrem Kennenlernen Frank Wildhorn und verließ im August Jekyll & Hyde, um gemeinsam mit ihm eine Familie zu gründen. Später nahm die Sängerin zahlreiche Kompositionen ihres Mannes auf CD auf und war schließlich 2003 bei der Uraufführung des Musicals Camille Claudel zu erleben, das er für sie komponiert hatte. Doch wie ihrer Paraderolle Lucy, so sollte auch Linda Eder zunächst kein Happy End vergönnt sein: 2004 ließ sich das Paar nach nur sechs Ehejahren scheiden.

10) Das Autorenkollektiv

Frank Wildhorn © Rolf Bock

Ein Team bestehend aus drei großartigen Künstlern steckt hinter dem Publikumshit Jekyll & Hyde: Frank Wildhorn und Steve Cuden konzipierten, Frank Wildhorn komponierte und Leslie Bricusse schrieb die Texte für Dialoge und Songs. Und sie sind alle keine Unbekannten in der amerikanischen Popmusik- und Musicalszene: Frank Wildhorn war schon 1999 der erste amerikanische Komponist seit 22 Jahren, der drei Musicals gleichzeitig am Broadway hatte (Jekyll & Hyde (für zwei Tonys nominiert), The Scarlet Pimpernel (für vier Tonys nominiert) und The Civil War (für zwei Tonys nominiert). Als Komponist und Produzent von Popmusik arbeitet er mit vielen Stars zusammen, für Whitney Houston schrieb er den internationalen Nummer-1-Hit „Where Do Broken Hearts Go?“.

Leslie Bricusse © REX/Shutterstock

Leslie Bricusse war an einer imposanten Reihe von Musicals beteiligt, darunter sehr bekannte Titel wie Victor/Victoria, Jekyll & Hyde sowie Doktor Dolittle. Insgesamt hat er mehr als vierzig Musicals und Filme geschrieben und mit namhaften Kollegen (u. a. Henry Mancini und John Williams) zusammengearbeitet. Viele seiner Songs wurden von Stars wie Frank Sinatra, Aretha Franklin, Barbra Streisand, Michael Bublé, Mariah Carey oder Maroon 5 gecovert. Er erhielt zwei Oscars, einen Grammy, acht Ivor Novello Awards und den British Music Award.

Steve Cuden © frei


Steve Cuden hat mit Frank Wildhorn bei den international erfolgreichen Musicals Jekyll & Hyde und Rudolf – Die Affäre Mayerling zusammengearbeitet. Seine Arbeit umfasst die Drehbücher für rund neunzig Fernsehproduktionen, zudem unterrichtet er Drehbuch an der Point Park University in Pittsburgh.

Termine Jekyll & Hyde:

https://www.theaterdo.de/detail/event/20602/

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